"Was immer du tun kannst oder wovon du träumst, fange damit an.

Mut hat Genie, Kraft und Zauber."

                                                                                               J.W. von Goethe


Aktuelles

Die aktuellsten Geschehnisse rund um unsere Wildtierstation "Koboldhof" könnt ihr nun auch auf Facebook sehen... zu den "Koboldhof-News"

 


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Igelhilfe - aber bitte richtig!

Momentan ist wieder "Igelzeit".

Vielernorts sind jetzt Igelmütter mit Nachwuchs unterwegs auf der Suche nach Nahrung. Insbesondere für die Jungen bedeutet dies möglichst viel zu futtern denn bald wird es kalt und sie müssen gut über den Winter kommen. Auch viele Jungigel sind jetzt manchmal sogar tagsüber auf Nahrungssuche, ist es für sie ja  besonders dringlich auf ein ausreichendes Winterschlafgewicht zu kommen.Mit Wasser und Zufüttern (Katzenfutter) kann man den stachligen Gesellen etwas helfen um noch rechtzeitig auf das nötige Gewicht zukommen.

Ab Oktober gilt - die ganz Kleinen, mit 100 - 200 gr. benötigen dann doch menschliche Hilfe, denn bis zum Wintereinbruch noch auf die erforderlichen 600 gr. zu kommen ist für sie meist unmöglich - das Nahrungsangebot wird stetig knapper und die zunehmende Kälte nachts braucht die mühsam angefutterten Energiereserven auf um die Körpertemperatur zu halten. So haben die Kleinen kaum eine Chance zuzunehmen.

Wie richtige Igelhilfe aussieht und ab wann überhaupt Hilfe notwendig ist können Sie << hier << nachlesen. 


Siebenschläferzeit

Momentan ist wieder die Zeit der Kobolde der Nacht. Im August erwarten Siebenschläfer ihren Nachwuchs. Die Gartenschläfer- und Haselmauskinder sind bereits aus dem Gröbsten raus, diese beiden Bilcharten gebären immer etwas zeitiger als ihren größeren Verwandten. Bei einem Nestfund bitte das Muttertier nicht stören, sonst riskiert man die Nestaufgabe und die Jungtiere müssen dann verhungern. Siebenschläfer sind lt. BNatSchG besonders geschützt, gemäß § 39 ist es verboten sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Da sie immer wieder auch die Nähe zu menschlichen Behausungen suchen sind natürlich Konflikte vorprogrammiert - in solchen Fälle sind die Naturschutzbehörden und auch wir Ansprechpartner. Bei unseren Handaufzuchten berücksichtigen wir natürlich bei den späteren Auswilderungen diese Problematik und so werden unsere Pfleglinge nur in für sie geeignete Habitate entlassen, die fernab von Ortschaften liegen. Im Falle von verletzten oder definitiv verwaisten Jungtieren bitte schnellstmöglich eine Wildtierauffangstation kontaktieren und die Kleinen bis zur Übergabe warm halten. Bitte nicht eigenmächtig etwas füttern oder den ausgekühlten Tieren versuchen Flüssigkeiten einzuflößen - das kann fatale Folgen haben. Wer sich für das Leben der größten heimischen Bilche interessiert und mal einen Blick in so einen Nistkasten werfen möchte der kann <<hier<< immer mal live über eine Webcam reinschauen. Viel Spaß!


Batnight

Für alle Fledermausfreunde ist dieser Monat ja ein ganz Besonderer, denn es ist alljährliche Batnight Ende August. In den kommenden Tagen gibt es überall schon Fledermaustreffen, Führungen, Nachtwanderungen mit Detektor und Vorträge rund um die fliegende Kobolde. Wer Interesse hat und vielleicht auch mal so eine Vorführung, Exkursion oder eine Veranstaltung besuchen möchte klickt bitte unten auf >>mehr und kann sich dann dort eine passende Veranstaltung suchen. Diese Veranstaltungen sind auch immer für Kinder geeignet und vermitteln ihnen mit viel Spass einen Einblick in die Welt die Nachtwesen. Viel Freude beim Lauschangriff >>mehr


Notfall - Fledermausnachwuchs

Immer wieder kommt es derzeit vor, dass die kleinen Fledermausbabies abstürzen bzw abfallen und nur selten kommt man direkt an das Quartier heran um das Kleine wieder in die Kolonie zurückzuführen. Dann hilft die "Strumpfmethode"...was genau das ist und wie sie funktioniert wird hier mal erläutert...
- w
enn man so ein Jungtier findet, nehmt es bitte vorsichtig mit einem Tuch oder dünnen Handschuhen auf und wärmt es langsam, Wärmeflasche mit Handtuch umwickeln und darauf achten dass es nicht zu heiß ist

- bitte umgehend eine Wildtierauffangstation kontaktieren zwecks Rückführungsversuch

- gegen Abend sollte man dann eine Rückführung versuchen, dafür am besten eine Flasche mit warmen Wasser füllen, einen Strumpf drüber ziehen und das ganze dann in eine Plastikwanne oder breit ausladende Schüssel stellen. Das Jungtier wird dann an den angewärmten Strumpf gesetzt und mit der Vorrichtung in die Nähe des Fundortes gestellt.

- es sollte aus der Entfernung beobachtet werden ob die Rückführung klappt, dabei bitte Taschenlampen oder Geräusche vermeiden

 

 

- die Schüssel samt Strumpf sollte witterungssgeschützt und vor allem katzensicher aufgestellt werden!
- das Wasser in der gezeigten PET Flasche sollte schön warm sein, nur so schützt man die Kleinen vor Unterkühlung während des Wartens und nur warme Jungtiere rufen!
- diese Methode geht nur bei Jungtieren die soweit fit sind und noch rufen, zu geschwächte Junge rufen nicht mehr und werden demzufolge nicht abgeholt sie brauchen schnelle Hilfe!
Fledermausmütter rufen und suchen lange nach ihren Kindern - ist das Junge soweit fit sollte immer erst diese Methode der Rückführung versucht werden bevor das Tier für eine Handaufzucht sichergestellt wird.

 

Bei Fund eines Fledermausjungtieres bitte sofort Kontakt mit einer Wildtierauffangstation oder einem Fledermauspfleger aufnehmen – in Hessen Fledermaushotline 06441 67904 25 oder 0151-14223517 oder bundesweit 030-2849845000.


Glühwürmchenzeit

Die kleinen leuchtenden Helfer des Gärtners

 

Jeder Gärtner kennt das: man kommt morgens in sein Gemüsebeet und alles ist von Nacktschnecken angefressen.

Anstatt dann zu Schneckenkorn zu greifen sollte man lieber den Glühwürmchen die Arbeit überlassen.

 

Glühwürmchen gehören zur Familie der Leuchtkäfer.

Weltweit gibt es ca. 2000 verschiedene Arten.

In Mitteleuropa sind 3 Arten beheimatet:

  • der kleine Leuchtkäfer
  • der große Leuchtkäfer
  • der Kurzflügel Leuchtkäfer

 

Beim Kurzflügel Leuchtkäfer können beide Tiere fliegen, beim kleinen und großen Leuchtkäfer hingegen nur die Männchen.

In Mitteleuropa sieht man nur fliegende Exemplare von männlichen kleinen Leuchtkäfern, da die Männchen des großen Leuchtkäfers nicht leuchten können.

 

Leuchtkäfer haben an der Bauchunterseite ihres Hinterleibs Leuchtorgane, in denen eine biochemische Reaktion stattfindet. Frei werdende Energie wird dabei in Licht umgewandelt. Eine reflektierende Schicht aus Salzkristallen und glasartige Fenster ermöglichen die Abstrahlung des Signals. Man nennt diesen Leuchtvorgang auch Biolumineszens.

Ausgesendet werden diese Leuchtsignale damit männliche und weibliche Tiere zur Paarung zueinanderfinden. Dabei sucht das Weibchen sich einen erhöhten Punkt und leuchtet solange bis ein passendes Männchen vorbei geflogen kommt.

Auch zur Feindabwehr wird das Leuchten eingesetzt. Man fand heraus, dass Glühwürmchen weder von Fröschen noch von Vögeln gefressen werden da sie giftig sind.

 

Leuchtkäfer leben an Waldrändern, in Gebüschen, in Gärten und auf feuchten Wiesen.

Sie legen ca. 60-90 Eier in den Boden aus denen nach ungefähr einem Monat, meist Ende August, die Larven schlüpfen. Diese beginnen dann auch gleich mit ihrer Jagd auf Schnecken, vornehmlich Nacktschnecken. Ihr Biss ist für die Schnecken giftig, die Beute wird dann innerhalb eines Tages verspeist.

Die Larve durchläuft eine dreijährige Entwicklung mit einigen Häutungen, bis sie sich dann Anfang Juni verpuppt und der fertige Leuchtkäfer schlüpft.

Als erwachsenen Tiere nehmen sie dann keinerlei Nahrung mehr zu sich.

 

Die Leuchtperiode dauert je nach Art 2 - 4 Wochen.

Glühwürmchen brauchen Hilfe

  

Leider werden Glühwürmchen immer seltener.

Sie sind um sich entwickeln und fortpflanzen zu können auf bestimmte Strukturen angewiesen. Offene Vegetationsformen, die auch schattige und feuchte Stellen aufweisen und Saumbiotope sind für die Leuchtkäfer wichtig.

Durch die Intensivierung der Landnutzung, die zunehmende Bodenverdichtung (beeinträchtigt die Larven), Einsatz von Schneckengifte und gedüngte Kunstwiesen haben es die kleinen Leuchttierchen immer schwerer.

Auch die Lichtverschmutzung ist ein Faktor der zur Abnahme der Glühwürmchen beiträgt. Helligkeit unterdrückt die Aktivität der Larven und Männchen werden von ihr vertrieben, so das die Weibchen, die in der Nähe von Lichtquellen sitzen, vergeblich auf ein paarungsbereites Männchen warten.

 

Was kann ich tun:

 

  • richten Sie in ihrem Garten Asthaufen ein, dort sitzen die Weibchen gern und für die Larven ist es eine perfekte Unterkunft um von dort auf Schneckenjagd zu gehen
  • errichten Sie Trockenmauern, Weibchen nutzen zum Anlocken gern erhöhte Sitzplätze
  • schaffen sie magere Wiesen, die nicht gedüngt werden
  • lassen Sie Krautsäume stehen, nicht alles muss mit der Motorsense kurz gehalten werden
  • setzen Sie kein Schneckengift ein
  • minimieren Sie künstliche Beleuchtung in ihrem Garten
  • lassen Sie Schnittguthaufen liegen, durch die sich darin entwickelnde Wärme werden Weibchen angelockt
  • vermeiden Sie die Mahd in der Leuchtzeit (Juni/Juli) am besten ist die Zeit im Mai und August zum Schnitt geeignet

 

Ein Sprichwort besagt: In einem Garten in dem Glühwürmchen leuchten herrscht ein guter Geist. 

Helfen Sie mit, damit die Mitsommernächte wieder von einem magischen Leuchten erfüllt werden.



Vogelfütterung im Winter

Vogelfütterung im Winter erfreut sich zunehmender Beliebtheit, besonders für Kinder ist es spannend zu beobachten wer sich denn da alles am Vogelhaus einstellt.

Um so vielen Vögeln wi emöglich zu helfen ist die Wahl des richtigen Futters entscheidend.

Was man beachten sollte und welches Futter für welchen Vogel das Richtige ist können Sie << hier << nachlesen.


Winterschlaf - Bitte nicht stören!!

Während die freilebenden Bilche sich draussen in selbstgegrabene Erdhöhlen zurückziehen oder auch das eine oder andere Gartenhäuschen als Winterquartier benutzen, verschlafen unsere Racker gemütlich in isolierten Überwinterungskästen die kalte Zeit. Und daher gilt für sie nun was generell für alle winterschlafende Tiere – bitte nicht stören.
Aus diesem Grund wurde hier auch ein älteres bearbeitetes Foto eingestellt, da keine Aufnahmen von den schlafenden Rabauken gemacht werden. Dies sollte man auch unbedingt beherzigen wenn man draussen ein winterschlafendes Tier findet (zB eine Fledermaus in einem Holzstapel oder einen Igel im Laubhaufen usw).
Zwar wachen auch Winterschläfer immer mal zwischendurch auf (sogen. Torporepisoden), dies tun sie dann aber aus eigenem Antrieb und Bedarf (Quartierwechsel) heraus, dann auch nur kurz und innerhalb ihres gewohnten Umfeldes, in dem sie sich sicher fühlen.
Während dieser kurzen Aufwachphasen (sogenannte Arousals), alle paar Wochen für wenige Stunden, bringen sie ihren Stoffwechsel wieder in Gang und kehren vorübergehend zu einer normalen Körpertemperatur zurück. Arousals treten bei allen winterschlafenden Säugetieren auf und sind die Hauptursache für Energieaufwand und Fettverbrennung während des Winterschlafs. Je nach Tierart gehen 60-75% des Energieverbrauchs zu Lasten dieser Aufwachphasen - was deutlich macht wie gefährlich zusätzliche Störungen sind. Die selbst herbeigeführten Aufwachphasen sind jedoch notwendig um den Körper der Tiere vor Kälteschäden zu schützen, denn sonst würde zB das Zentrale Nervensystem während des langen hypometabolischen Zustands Schaden nehmen – mit den kurzen Aufwachphasen können die Tiere diesen Prozess korrigieren.
Ein abrupter Winterschlafabbruch geht immer mit einem sehr hohen Energieverbrauch beim Aufwachprozess einher, der für Fledermaus, Igel, Bilch und Co durchaus bedrohlich werden kann. Wie viel ein Tier dadurch an überlebenswichtiger Energie verliert zeigt ein Beispiel – mit dem Energieverbrauch von einer 1 Stunde dauernden Aufwachphase könnte ein Fledermaus ca 11 Tage durchschlafen.
Aber nicht nur aus diesem Grund sollten Störungen unbedingt vermieden werden.
Trotz Winterschlaf sind sie in einem Zustand, in dem sie Berührungsreize sehr genau wahrnehmen, wie Studien belegen. Spürt dieses Tier nun eine Störung im Fall von Anfassen o.ä. reagiert das Tier mit Stress und Angst, eben weil es die Situation durch seinen Zustand nicht einschätzen, sich nicht bewegen und dem nicht wie normal entziehen kann. Die dann beschleunigte Aufwachphase und mit diesem Stressempfinden verbundene Hormonausschüttung ist eine enorme zusätzliche Belastung für den Organismus.
Der Winterschlaf ist ein hochkomplexer Prozess bei dem das Nervensystem, der Hormonhaushalt, der Stoffwechsel (Fett-, Mineralstoffwechsel u. Blutzucker) und Blutkreislauf miteinander genau abgestimmt interagieren und jede Störung hat entsprechende Folgen für dieses Zusammenspiel und somit auch für das Tier.
Daher bleibt uns also nur den Fellzwergen einen „guten Schlaf“ zu wünschen und auf die allgemeine Erwachung zu warten.
Dann aber anzunehmen unsere Nachtkobolde oder allgemein Winterschläfer wären danach topfit und ausgeschlafen ist ein Trugschluss – eine Erholungswirkung tritt im Winterschlaf nicht auf. Es entsteht sogar dadurch ein Schlafdefizit, das nach dem Erwachen aus dem Torpor durch lange Tiefschlafperioden ausgeglichen wird. Dies macht auch nochmal deutlich, dass trotz des äusserlich ruhigen Erscheinungsbildes der Körper während des Winterschlafs Enormes leistet.


Fledermaushilfe im Winter

Aus aktuellem Anlass hier noch mal ein paar Hinweise:
Momentan sind einige Fledermäuse noch mit dem Quartierwechsel beschäftigt. Während Arten, wie die Wimpernfledermäuse bereits größtenteils im September ihren Winterhangplatz aufgesucht haben, sind andere, wie der Abendsegler oder die Rauhautfledermaus, jetzt noch unterwegs. Die beiden letztgenannten Arten sind sogenannte Langstreckenzieher und kommen von Skandinavien oder dem Baltikum zum Überwintern nach Süddeutschland, Schweiz o. Südfrankreich.
Oftmals beziehen sie auch nicht gleich frostfreie Höhlen sondern wohnen erstmal in Baumhöhlen, Gebäudespalten oder Holzstapeln. Wenn sie merken, dass es mit dem herannahenden Frost für sie gefährlich wird, suchen sie weiter nach einem frostfreien Versteck. Insbesondere bei Temperaturstürzen wechseln manche Arten dann nochmal den Hangplatz. Diese Suche bei Kälte ist sehr energiezehrend und Fledermäuse, die ohnehin schon wenig Winterspeck haben entkräften dann relativ schnell.
Zur Erklärung – mit der Energie, die für eine Stunde im Aktivzustand verbraucht wird, kann die Fledermaus im Winter 12 Tage schlafen.
Auch ist die Paarungszeit noch immer nicht abgeschlossen, diese raubt insbesondere den Männchen viel Energie.
Und so kann es vorkommen, dass so manche geschwächte Fledermaus „notlandet“ weil sie einfach keine Kraft mehr hat, sich auf dem Weg ins Quartier verletzt oder sich einen vollkommen ungeeigneten Hang- bzw Überwinterungsplatz sucht.

Daher unsere Bitte:
- schaut vor dem Entzünden des Kamins immer vorher in den Brennraum, ob da eine Fledermaus drin hängt, am besten sichert man den Schornstein mit einem engmaschigen Gitter damit kein Tier dort hinein fallen kann
- überprüft das Brennholz, dass in die Wohnung geholt wird vorher genau. Besonders Rauhäute lieben es sich in diesen Holzschichtungen zu verkriechen.
- auch bei Baumfällungen unbedingt auf mögliche Quartiere achten zb auf Höhlen oder vom Stamm abgelöste Baumrinde unter die die Tiere kriechen.
- Tieren, die sich versehentlich in ein Zimmer verflogen haben, soweit aber einen agilen Eindruck machen, hilft man am besten in dem man das Zimmer dunkel läßt und Tür oder Fenster abends weit öffnet damit das Tier selbstständig ausfliegen kann.

Solltet ihr aber eine Fledermaus finden,die verletzt ist oder tagsüber an der Hauswand hängt dann findet ihr << hier>> Erste Hilfe Tipps.


Laub bedeutet Leben

Es ist Herbst geworden und immer mehr Laub fällt von den Bäumen. Das die bunt gefärbten Blätter mehr sind als nur ein "Abfall" Produkt ist vielen Grundstückseigentümern nicht bewußt. Im Laub tummelt sich das Leben, kleine und größere Lebewesen suchen dort Schutz vor dem Winter, andere ernähren sich von den Blättern und auch von den Tierchen die sich im Laub verstecken.

 

Aus diesem Grund bitten wir darum, das Laub zu Haufen zusammenzurechen und möglichst auf den Einsatz von Laubsaugern zu verzichten, da dies für viele Kleinstlebewesen den Tod bedeutet.

 

Mehr Informationen und Tipps, wie man als Gärtner vom Laub profitieren kann

findet ihr << hier >>


Eine Bitte an alle Autofahrer!

Der Herbst ist da, die Tage werden kürzer, die Dämmerung setzt früher ein, Nebel erschwert die Sicht - es beginnt die Zeit des erhöhten Wildwechels. Die Aktivität der Wildtiere nimmt zu - zur Nahrungssuche müssen sie nun längere Wege zurücklegen, die Eichhörnchen legen nun weitere Strecken zurück um Depots anzulegen und überqueren dadurch öfter die Strassen, insbesondere Junghörnchen haben noch keine Erfahrung mit dem Strassenverkehr und verkennen die Gefahr oft, die Rauschzeit der Wildschweine fällt in den Spätherbst und das Abwandern der Jungfüchse und einjährigen Dachsrüden mit gleichzeitiger Reviersuche setzt ein.
Zu dieser erhöhten Aktivität kommt im Herbst noch schlechte Sicht und oftmals überhöhte Geschwindigkeit der Autofahrer hinzu und dies kostet jedes Jahr tausenden Wildtieren das Leben.
Laut Statistik kommen jedes Jahr jährlich ca 230.000 Paarhufer (zB. Rehe und Wildschweine) ums Leben. Die vielen überfahrenen Igel, Hasen, Wildkaninchen, Dachse, Füchse, Vögel und Amphibien werden garnicht erfasst. Aber gerade diese kleineren Tierarten machen den Großteil der Verkehrsopfer aus.
Bei Rehen ist das Problem ihr unvorhersagbares Verhalten, sie springen zunächst oft weg und dann aber wieder zurück o. bleiben sogar erstmal stehen um sich das schnell bewegende Objekt genauer anzuschauen bevor die energiezehrende Flucht gestartet wird, bei unerfahrenen Jungfüchsen der Fokus auf die davon huschende Maus (Jahre mit hohem Mausvorkommen gehen auch immer mit einer hohen Zahl an überfahrenen Füchsen einher), bei Igeln das Kurze Zögern, um die Situation einzuschätzen bevor sie versuchen vor der Gefahr zu flüchten versuchen und bei Wildschweinen das Rottenleben (meist überquert eine ganze Rotte die Strasse, immer auf Nachzügler achten!!).

Also bitte liebe Autofahrer, beherzigt folgende Tipps:
- zwischen 18:00 - 6:00 Uhr ist Hauptwildwechselzeit, 70% aller Wildunfälle passieren in dieser Zeit
- besonders während der Dämmerung achtsam sein und nach starkem Regen
- Hauptgefährdungsbereiche sind im Wald und Übergangsbereich zwischen Wald und Feld
- bitte Geschwindigkeit anpassen, auf Warnhinweise achten
- immer mit Nachzügler rechnen
- bei Sichtkontakt Fernlicht ausmachen (falls es möglich ist kurz das Ablendlicht ausschalten und hupen)
- genug Abstand zum Vorausfahrenden halten
- bei einem verletzten Tier bitte nicht einfach weiterfahren, - ganz wichtig immer auf Eigenschutz achten, die eventuelle Unfallstelle absichern, auf Abstand bleiben u. die Polizei informieren, bei kleinen Tierarten (Igel, Eichhörnchen, Vogel usw), die durch einen Autounfall verletzt wurden bitte dieses in die nächste Tierarztpraxis bringen und eine Wildtierauffangstation informieren


Winterfütterung

Die Kälte und der Schnee haben nun vielernorts Einzug gehalten. Umso wichtiger ist es jetzt, dass unseren gefiederten und befellten Freunden mit zusätzlicher Nahrung über die kalte Jahreszeit geholfen wird.

Unsere Bitte an Sie - stellen/hängen Sie Futterhäuser oder -spender auf!

Am besten und für die Tiere am hilfreichsten ist es wenn die Futterstationen bereits im oktober eingerichtet werden, damit die Tiere die Standorte finden und sich merken können.

Wenn die Nächte dann deutlich kühler werden brauchen insbesondere kleine Vögel schnell eine Energiezufuhr in Form von geeignetem Futter. Eine Meise verliert in einer eisigen Nacht bis zu 10 % ihres Körpergewicht, was bei Futtermangel und Dauerfrost für das Tier schnell gefährlich wird.

Welches Futter welchen Vogel schmeckt und was bei der Vogelfütterung zu beachten ist können Sie << hier << nachlesen.

Im Internet gibt es zahlreiche Angebote - von fertigen Futterstationen bis hin zu Bausätzen ist alles erhältlich.

Auch Futterspender für die Eichhörnchen erfreuen sich bei den Waldkobolden großer Beliebtheit. So kann man sie auch von den Vogelfutterplätzen fern halten, umgeht so eine Konkurrenz und hilft den, nicht winterschlafenden Baumbewohnern, damit sehr. Bei den Futterspendern ist darauf zu achten, dass die Plexiglasscheibe vorne nicht mit dem Deckel abschließt sondern noch 1 cm Platz ist ( nicht jeder Anbieter bzw Hersteller achtet da drauf) sonst entsteht ein gefährlicher Giullotineneffekt. Zum anderen darf der Deckel nicht zu schwer sein damit das Hörnchen ihn auch hochgestemmt kriegt und der Spender sollte möglichst unbehandelt sein, da der Geruch von Holzlack sonst auf die Nüsse übergeht und diese dann von Eichhörnchen gemieden werden.


Vorträge in Schulen

Im Rahmen unseres Umweltpädagogik Programms halte ich immer wieder auch Vorträge in Schulen. Zusammen mit  "Kobi" - unserem Koboldhofmaskottchen - und vielen Bildern unserer Pfleglinge kann man so den Kindern viel Interessantes über Wildtiere zeigen und erklären. Solche Vorträge machen großen Spaß weil die Kinder mit viel Begeisterung und Wissendurst dabei sind und immer tolle Fragen stellen.


Danke an die Klasse 9 der Ernst Göbel Schule

Am Montag konnte ich in der Ernst Göbel Schule in Höchst Futterspender für Eichhörnchen abholen. Die Jungs aus der Klasse 9 haben zusammen mit Frau Müller im Werkunterricht ganz tolle Futterspender gebaut und diese sogar gleich mit Nüsse befüllt.
Ein herzliches Danke an euch - ich war wirklich beeindruckt von eurem handwerklichen Geschick - an alles habt ihr gedacht - einen leichten Deckel, abgeschliffene Plexischeibe die oben nicht abschließt damit kein Guillotineneffekt entsteht, kein Holzschutzmittel benutzt und sogar Belüftungsöffnungen im Boden - das habt ihr klasse gemacht !


Wir sind Preisträger des Deutschen Tierschutzpreises!

WIR FREUEN UNS SEHR!
Einige von euch haben es ja bereits mitbekommen – Mittwochabend wurde der Deutsche Tierschutzpreis in Leipzig verliehen und auch wir gehörten zu den Preisträgern!
Sowohl die Nominierung (vielen Dank an Fr. Steuck, die uns vorschlug!) als auch die Preisvergabe waren für uns eine große Überraschung. Besonders gefreut hat mich, dass mit dem Igelzentrum Leipzig noch ein weiterer Verein vertreten war, der sich dem Schutz von Wildtieren verschrieben hat.
Das ist eine ganz tolle Sache und zeigt, dass die Bedeutung und Wichtigkeit der Wildtierhilfe erkannt wird und zunehmend Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit gewinnt.
Weitere Ehrungen erhielten Hr. Eßkuchen, der sich besonders für „Listenhunde“ einsetzt, Fr. Möbius mit ihrem beeindruckenden Lebenswerk und die Tierheime, die bei schlimmen „Animal Hoarding Fällen“ Hilfe leisteten - neben diesen tollen und engagierten Preisträgern stehen zu dürfen hat mich sehr berührt.
Wir (meine Familie und ich) führen ja nur eine kleine Auffangstation, pflegen keine tausend Tiere im Jahr und wir können auch keine großen Hoffeste oder Veranstaltungen bieten, da wir „nebenbei“ noch berufstätig sind und jede freie Minute unseren Pfleglingen widmen - unsere zeitlichen Möglichkeiten sind somit auch sehr begrenzt. Aber das was wir im Rahmen unserer Möglichkeiten leisten, das tun wir mit großer Liebe und ganzem Herzen und deshalb freuen wir uns wirklich sehr über diesen Preis, sehen ihn als Anerkennung unserer Arbeit und Bestärkung, genauso weiter zu machen.


Fledermaus Hilfe

Aus aktuellem Anlass hier noch mal unsere Bitte:
Solltet ihr jetzt eine Fledermaus finden,
• die tagsüber an der Hauswand hängt,
• auf dem Boden liegt oder
• verletzt ist
dann nehmt das Tier vorsichtig mit Handschuhen! (oder einem Handtuch) auf und bringt es zunächst einmal in einen kleinen Karton unter. Beim Bergen bitte das Tier vollständig umfassen damit es nicht aus Angst mit den Flügel schlägt und sich verletzt. Diesen am besten mit Küchenrollenpapier und Stoff (darf nicht fasern!!) auslegen und samt Fledermaus an einen dunklen Ort bringen. Desweiteren ist es für die Fledermaus überlebenswichtig eine hohe Luftfeuchtigkeit zu haben, sonst trocknen die Flügel und Ohren aus. Entweder stellt dazu eine Wasserschale außerhalb des Fledermausbehältnisses auf (damit sie nicht ertrinkt) oder sprüht mit einem Wassersprüher ein Handtuch feucht und hängt dies über das Behältnis in dem die Fledermaus untergebracht ist. Auf jeden Fall muss man darauf achten, dass der Karton gut schließt, jedoch eine ausreichende Luftzufuhr hat. Und dann bitte sofort eine Wildtierpflegestation kontaktieren oder über den bundesweiten Fledermausnotruf einen Pfleger suchen. In jeder größeren Stadt gibt es Fledermauspfleger , auch die Naturschutzbehörden o. die NABU Ortsgruppen haben meist Adressen.
Mehr zu den Erste Hilfe Maßnahme bei einer gefundenen Flaus könnt ihr hier nachlesen: http://www.wildtierhilfe-odenwald.de/erste-hilfe-maßnahmen/fledermäuse/
Dieser bisher viel zu milde Winter ist für alle winterschlafenden Tiere eine enorme Belastung. Das sich bei Tieren in der Hibernation (Winterschlaf) immer mal wieder die langen Ruhephasen mit einem kurzen Erwachen abwechseln ist vollkommen normal – dauerhaft zu milde Temperaturen o. Schwankungen hindern das Tier allerdings daran wieder in einen richtigen Winterschlaf zurück zu fallen (es wird nur ein kräftezehrender Dämmerzustand erreicht) und die energieraubenden Wachphasen häufen sich. Beides belastet den Stoffwechsel , wirkt kräftezehrend und läßt die wenn überhaupt noch vorhandenen Fettreserven (braune Fettgewebe zwischen den Schulterblättern)schnell schwinden. Bei jedem Aufwachen leistet der Organismus enorme Arbeit – die Körpertemperatur wird erhöht durch Steigerung der Atemtätigkeit, Zunahme der Muskeltätigkeit und Beschleunigung des Blutstroms, die Herzschlagfrequenz wird gesteigert, Hormone (Adrenalin) werden ausgeschüttet, der Blutzuckerspiegel steigt usw.
Manche Tiere, die jetzt wach werden machen sich dann meist bereits sehr geschwächt vergeblich auf die Suche nach Futter u. Trinken und bleiben dann entkräftet irgendwo hängen bzw liegen. Besonderes gefährlich ist dann der Flüssigkeitsmangel u. die Gefahr der Dehydrierung ist sehr groß.
Die oben beschriebene Problematik mit dem diesjährig zu milden Winter gilt übrigens auch für Igel !
Bitte achtet auf hilfebedürftige Fledermäuse (und Igel)!


Training im Flugraum

Unser eigens für die Fledermauspfleglinge hergerichtete Flugraum erfreut sich nachts großer Beliebtheit. Die Pfleglinge müssen ach dem Aufpäppeln ihre Flugfähigkeit trainieren, damit die Auswilderung dann auch erfolgreich ist. Weiterhin werden Starts und Landungen geübt. Zu diesem Zweck hängen an den Wänden Schilfmatten u. kleine Zweige an denen die Tiere jederzeit leicht landen und sich einhängen können.