"Was immer du tun kannst oder wovon du träumst, fange damit an.

Mut hat Genie, Kraft und Zauber."

                                                                                               J.W. von Goethe


Aktuelles

Die aktuellsten Geschehnisse rund um unsere Wildtierstation "Koboldhof" könnt ihr nun auch auf Facebook sehen... zu den "Koboldhof-News"

 


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Igelhilfe - aber bitte richtig!

Momentan ist wieder "Igelzeit".

Vielernorts sind jetzt Igelmütter mit Nachwuchs unterwegs auf der Suche nach Nahrung. Insbesondere für die Jungen bedeutet dies möglichst viel zu futtern denn bald wird es kalt und sie müssen gut über den Winter kommen. Auch viele Jungigel sind jetzt manchmal sogar tagsüber auf Nahrungssuche, ist es für sie ja  besonders dringlich auf ein ausreichendes Winterschlafgewicht zu kommen.Mit Wasser und Zufüttern (Katzenfutter) kann man den stachligen Gesellen etwas helfen um noch rechtzeitig auf das nötige Gewicht zukommen.

Ab Oktober gilt - die ganz Kleinen benötigen dann doch menschliche Hilfe, denn bis zum Wintereinbruch noch auf die erforderlichen 600 gr. zu kommen ist für sie meist unmöglich - das Nahrungsangebot wird stetig knapper und die zunehmende Kälte nachts braucht die mühsam angefutterten Energiereserven auf um die Körpertemperatur zu halten. So haben die Kleinen kaum eine Chance zuzunehmen.

Wie richtige Igelhilfe aussieht und ab wann überhaupt Hilfe notwendig ist können Sie << hier << nachlesen. 


Laub bedeutet Leben

Es ist Herbst geworden und immer mehr Laub fällt von den Bäumen. Das die bunt gefärbten Blätter mehr sind als nur ein "Abfall" Produkt ist vielen Grundstückseigentümern nicht bewußt. Im Laub tummelt sich das Leben, kleine und größere Lebewesen suchen dort Schutz vor dem Winter, andere ernähren sich von den Blättern und auch von den Tierchen die sich im Laub verstecken.

 

Aus diesem Grund bitten wir darum, das Laub zu Haufen zusammenzurechen und möglichst auf den Einsatz von Laubsaugern zu verzichten, da dies für viele Kleinstlebewesen den Tod bedeutet.

 

Mehr Informationen und Tipps, wie man als Gärtner vom Laub profitieren kann

findet ihr << hier >>


Fledermaushilfe im Winter

Aus aktuellem Anlass hier noch mal ein paar Hinweise:
Momentan sind einige Fledermäuse noch mit dem Quartierwechsel beschäftigt. Während Arten, wie die Wimpernfledermäuse bereits größtenteils im September ihren Winterhangplatz aufgesucht haben, sind andere, wie der Abendsegler oder die Rauhautfledermaus, jetzt noch unterwegs. Die beiden letztgenannten Arten sind sogenannte Langstreckenzieher und kommen von Skandinavien oder dem Baltikum zum Überwintern nach Süddeutschland, Schweiz o. Südfrankreich.
Oftmals beziehen sie auch nicht gleich frostfreie Höhlen sondern wohnen erstmal in Baumhöhlen, Gebäudespalten oder Holzstapeln. Wenn sie merken, dass es mit dem herannahenden Frost für sie gefährlich wird, suchen sie weiter nach einem frostfreien Versteck. Insbesondere bei Temperaturstürzen wechseln manche Arten dann nochmal den Hangplatz. Diese Suche bei Kälte ist sehr energiezehrend und Fledermäuse, die ohnehin schon wenig Winterspeck haben entkräften dann relativ schnell.
Zur Erklärung – mit der Energie, die für eine Stunde im Aktivzustand verbraucht wird, kann die Fledermaus im Winter 12 Tage schlafen.
Auch ist die Paarungszeit noch immer nicht abgeschlossen, diese raubt insbesondere den Männchen viel Energie.
Und so kann es vorkommen, dass so manche geschwächte Fledermaus „notlandet“ weil sie einfach keine Kraft mehr hat, sich auf dem Weg ins Quartier verletzt oder sich einen vollkommen ungeeigneten Hang- bzw Überwinterungsplatz sucht.

Daher unsere Bitte:
- schaut vor dem Entzünden des Kamins immer vorher in den Brennraum, ob da eine Fledermaus drin hängt, am besten sichert man den Schornstein mit einem engmaschigen Gitter damit kein Tier dort hinein fallen kann
- überprüft das Brennholz, dass in die Wohnung geholt wird vorher genau. Besonders Rauhäute lieben es sich in diesen Holzschichtungen zu verkriechen.
- auch bei Baumfällungen unbedingt auf mögliche Quartiere achten zb auf Höhlen oder vom Stamm abgelöste Baumrinde unter die die Tiere kriechen.
- Tieren, die sich versehentlich in ein Zimmer verflogen haben, soweit aber einen agilen Eindruck machen, hilft man am besten in dem man das Zimmer dunkel läßt und Tür oder Fenster abends weit öffnet damit das Tier selbstständig ausfliegen kann.

Solltet ihr aber eine Fledermaus finden,die verletzt ist oder tagsüber an der Hauswand hängt dann findet ihr << hier>> Erste Hilfe Tipps.


Eine Bitte an alle Autofahrer!

Der Herbst ist da, die Tage werden kürzer, die Dämmerung setzt früher ein, Nebel erschwert die Sicht - es beginnt die Zeit des erhöhten Wildwechels. Die Aktivität der Wildtiere nimmt zu - zur Nahrungssuche müssen sie nun längere Wege zurücklegen, die Eichhörnchen legen nun weitere Strecken zurück um Depots anzulegen und überqueren dadurch öfter die Strassen, insbesondere Junghörnchen haben noch keine Erfahrung mit dem Strassenverkehr und verkennen die Gefahr oft, die Rauschzeit der Wildschweine fällt in den Spätherbst und das Abwandern der Jungfüchse und einjährigen Dachsrüden mit gleichzeitiger Reviersuche setzt ein.
Zu dieser erhöhten Aktivität kommt im Herbst noch schlechte Sicht und oftmals überhöhte Geschwindigkeit der Autofahrer hinzu und dies kostet jedes Jahr tausenden Wildtieren das Leben.
Laut Statistik kommen jedes Jahr jährlich ca 230.000 Paarhufer (zB. Rehe und Wildschweine) ums Leben. Die vielen überfahrenen Igel, Hasen, Wildkaninchen, Dachse, Füchse, Vögel und Amphibien werden garnicht erfasst. Aber gerade diese kleineren Tierarten machen den Großteil der Verkehrsopfer aus.
Bei Rehen ist das Problem ihr unvorhersagbares Verhalten, sie springen zunächst oft weg und dann aber wieder zurück o. bleiben sogar erstmal stehen um sich das schnell bewegende Objekt genauer anzuschauen bevor die energiezehrende Flucht gestartet wird, bei unerfahrenen Jungfüchsen der Fokus auf die davon huschende Maus (Jahre mit hohem Mausvorkommen gehen auch immer mit einer hohen Zahl an überfahrenen Füchsen einher), bei Igeln das Kurze Zögern, um die Situation einzuschätzen bevor sie versuchen vor der Gefahr zu flüchten versuchen und bei Wildschweinen das Rottenleben (meist überquert eine ganze Rotte die Strasse, immer auf Nachzügler achten!!).

Also bitte liebe Autofahrer, beherzigt folgende Tipps:
- zwischen 18:00 - 6:00 Uhr ist Hauptwildwechselzeit, 70% aller Wildunfälle passieren in dieser Zeit
- besonders während der Dämmerung achtsam sein und nach starkem Regen
- Hauptgefährdungsbereiche sind im Wald und Übergangsbereich zwischen Wald und Feld
- bitte Geschwindigkeit anpassen, auf Warnhinweise achten
- immer mit Nachzügler rechnen
- bei Sichtkontakt Fernlicht ausmachen (falls es möglich ist kurz das Ablendlicht ausschalten und hupen)
- genug Abstand zum Vorausfahrenden halten
- bei einem verletzten Tier bitte nicht einfach weiterfahren, - ganz wichtig immer auf Eigenschutz achten, die eventuelle Unfallstelle absichern, auf Abstand bleiben u. die Polizei informieren, bei kleinen Tierarten (Igel, Eichhörnchen, Vogel usw), die durch einen Autounfall verletzt wurden bitte dieses in die nächste Tierarztpraxis bringen und eine Wildtierauffangstation informieren


Fassadenrenovierung - bitte auf Fledermäuse achten!

Das ist Bob - ein Rauhautfledermausmännchen.

Er hatte den kürzesten Weg von allen Pfleglingen, denn er wurde hier am Haus gerettet, dies im Zuge beginnender Renovierungsmaßnahmen an der Fassade.

 Wir untersuchten vor Beginn der Arbeiten jede kleine Spalte am Haus, wobei wir ihn entdeckten. Unsere hier ansässige Zwergfledermauskolonie war bereits in die Winterquartiere abgewandert. Die bestehenden Quartiere bleiben natürlich bestehen und zusätzlich werden von uns noch neue angebracht.

Bob´s Geschichte zeigt, wie wichtig es ist bei Fassaden-/Gebäudesanierungen vorher genau zu schauen ob Tiere bzw Fledermäuse im Haus leben. Fledermäuse leben meist unentdeckt in Spalten , unter Holzverkleidungen, Hohlwänden, Dachfirsten und Rolladenkästen, ihnen reicht oftmals 1 fingerbreiter Spalt , auch Vögel wie Mauersegler, Rotschwanz oder Schwalbe nutzen die menschlichen Behausungen als Wohnung.
Viele Quartiere werden meist übersehen und durch solche Modernisierungsmaßnahmen gehen nicht nur eine Vielzahl von Nist-, Brut und Schlafplätze verloren, im schlimmsten Fall bleibt eine Kolonie unentdeckt und wird lebendig eingebaut.
Hierbei gilt zu beachten, dass alle gebäudebewohnenden Vogel- und Fledermausarten nach § 44,1, BNatschG unter besonderem Schutz stehen und auch ihre Quartiere nicht zerstört werden dürfen, sondern müssen erhalten bzw. ersetzt werden. Nähere Auskünfte dazu erhält man bei den Naturschutzbehörden, beim NABU und bei den Fledermausgruppen/-schützer.
In manchen Bundesländern gibt es richtige Sachverständige, die in einem solchen Fall zu Rate gezogen werden können, meist wird dies aber von ehrenamtlich tätigen Fledermausschützern übernommen, sie kommen dann vorbei und schauen genau welche Art lebt dort, handelt es sich um ein Sommer-, Winter- oder sogar ein Ganzjahresquartier und beraten den Hausbesitzer bei der Umsetzung der Quartiererhaltung im Rahmen der Baumaßnahmen.
Es gibt inzwischen viele leicht realisierbare Möglichkeiten zur Quartiererhaltung und – Schaffung, beim NABU und BUND kann man sich sogar Bauanleitungen für Giebel – und Spaltenquartiere am Dach herunterladen. Es gibt Nisthilfen aus Holz und aus Holz-, Faser- oder Porenbeton, die entweder von außen kaum sichtbar in die Dämmung integriert werden können oder einfach auf die Wand/unter dem Dach angebracht werden können.
Sollten auch bei euch Bauarbeiten am Haus stattfinden kontaktiert bitte vorher einen Fachmann, damit keine Tiere sterben müssen oder ihre Wohnungen zerstört werden. Und auch wenn euer Haus bis dato keine gefiederten oder bepelzten Freunde beherbergt so könnt ihr dies ändern indem ihr einfach nachträglich Nisthilfen anbringt.


Usutu Virus

Derzeit grassiert wieder das USUTU Virus. Schon 2011 starben hunderttausende Amseln an diesem, von Stechmücken übertragenen Virus, das ursprünglich aus Swasiland stammte. Für Menschen ungefährlich befällt das Virus allerdings auch andere Vogelarten, wie Spatzen oder Meisen. Um mehr über die Verbreitung zu erfahren ruft der NABU jetzt zum Mitmachen auf. Die Bevölkerung wird gebeten, tote Tiere zu melden und, wenn möglich, diese Tiere ans Bernhard Nocht Institut zuschicken. Mehr Informationen erhalten Sie << hier >> und den Meldebogen finden Sie << hier >>


Vorträge in Schulen

Im Rahmen unseres Umweltpädagogik Programms halte ich immer wieder auch Vorträge in Schulen. Zusammen mit  "Kobi" - unserem Koboldhofmaskottchen - und vielen Bildern unserer Pfleglinge kann man so den Kindern viel Interessantes über Wildtiere zeigen und erklären. Solche Vorträge machen großen Spaß weil die Kinder mit viel Begeisterung und Wissendurst dabei sind und immer tolle Fragen stellen.


Fledermaus Hilfe

Aus aktuellem Anlass hier noch mal unsere Bitte:
Solltet ihr jetzt eine Fledermaus finden,
• die tagsüber an der Hauswand hängt,
• auf dem Boden liegt oder
• verletzt ist
dann nehmt das Tier vorsichtig mit Handschuhen! (oder einem Handtuch) auf und bringt es zunächst einmal in einen kleinen Karton unter. Beim Bergen bitte das Tier vollständig umfassen damit es nicht aus Angst mit den Flügel schlägt und sich verletzt. Diesen am besten mit Küchenrollenpapier und Stoff (darf nicht fasern!!) auslegen und samt Fledermaus an einen dunklen Ort bringen. Desweiteren ist es für die Fledermaus überlebenswichtig eine hohe Luftfeuchtigkeit zu haben, sonst trocknen die Flügel und Ohren aus. Entweder stellt dazu eine Wasserschale außerhalb des Fledermausbehältnisses auf (damit sie nicht ertrinkt) oder sprüht mit einem Wassersprüher ein Handtuch feucht und hängt dies über das Behältnis in dem die Fledermaus untergebracht ist. Auf jeden Fall muss man darauf achten, dass der Karton gut schließt, jedoch eine ausreichende Luftzufuhr hat. Und dann bitte sofort eine Wildtierpflegestation kontaktieren oder über den bundesweiten Fledermausnotruf einen Pfleger suchen. In jeder größeren Stadt gibt es Fledermauspfleger , auch die Naturschutzbehörden o. die NABU Ortsgruppen haben meist Adressen.
Mehr zu den Erste Hilfe Maßnahme bei einer gefundenen Flaus könnt ihr hier nachlesen: http://www.wildtierhilfe-odenwald.de/erste-hilfe-maßnahmen/fledermäuse/
Dieser bisher viel zu milde Winter ist für alle winterschlafenden Tiere eine enorme Belastung. Das sich bei Tieren in der Hibernation (Winterschlaf) immer mal wieder die langen Ruhephasen mit einem kurzen Erwachen abwechseln ist vollkommen normal – dauerhaft zu milde Temperaturen o. Schwankungen hindern das Tier allerdings daran wieder in einen richtigen Winterschlaf zurück zu fallen (es wird nur ein kräftezehrender Dämmerzustand erreicht) und die energieraubenden Wachphasen häufen sich. Beides belastet den Stoffwechsel , wirkt kräftezehrend und läßt die wenn überhaupt noch vorhandenen Fettreserven (braune Fettgewebe zwischen den Schulterblättern)schnell schwinden. Bei jedem Aufwachen leistet der Organismus enorme Arbeit – die Körpertemperatur wird erhöht durch Steigerung der Atemtätigkeit, Zunahme der Muskeltätigkeit und Beschleunigung des Blutstroms, die Herzschlagfrequenz wird gesteigert, Hormone (Adrenalin) werden ausgeschüttet, der Blutzuckerspiegel steigt usw.
Manche Tiere, die jetzt wach werden machen sich dann meist bereits sehr geschwächt vergeblich auf die Suche nach Futter u. Trinken und bleiben dann entkräftet irgendwo hängen bzw liegen. Besonderes gefährlich ist dann der Flüssigkeitsmangel u. die Gefahr der Dehydrierung ist sehr groß.
Die oben beschriebene Problematik mit dem diesjährig zu milden Winter gilt übrigens auch für Igel !
Bitte achtet auf hilfebedürftige Fledermäuse (und Igel)!


Training im Flugraum

Unser eigens für die Fledermauspfleglinge hergerichtete Flugraum erfreut sich nachts großer Beliebtheit. Die Pfleglinge müssen ach dem Aufpäppeln ihre Flugfähigkeit trainieren, damit die Auswilderung dann auch erfolgreich ist. Weiterhin werden Starts und Landungen geübt. Zu diesem Zweck hängen an den Wänden Schilfmatten u. kleine Zweige an denen die Tiere jederzeit leicht landen und sich einhängen können.