"Was immer du tun kannst oder wovon du träumst, fange damit an.

Mut hat Genie, Kraft und Zauber."

                                                                                               J.W. von Goethe


Aktuelles

Die aktuellsten Geschehnisse rund um unsere Wildtierstation "Koboldhof" könnt ihr nun auch auf Facebook sehen... zu den "Koboldhof-News"

 


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Wir haben den Hessischen Tierschutzpreis gewonnen

Mit großer Freude haben wir am 28.08.18 den Hessischen Tierschutzpreis entgegengenommen. Dies ist eine ganz besondere Auszeichnung für uns und eine große Wertschätzung unserer Arbeit. Vielen Dank an die Jury und an die Grünen/Bündnis 90 im Odenwald, die uns vorgeschlagen haben.


Eine Bitte an alle Autofahrer!

Der Herbst ist da, die Tage werden kürzer, die Dämmerung setzt früher ein, Nebel erschwert die Sicht - es beginnt die Zeit des erhöhten Wildwechels. Die Aktivität der Wildtiere nimmt zu - zur Nahrungssuche müssen sie nun längere Wege zurücklegen, die Eichhörnchen legen nun weitere Strecken zurück um Depots anzulegen und überqueren dadurch öfter die Strassen, insbesondere Junghörnchen haben noch keine Erfahrung mit dem Strassenverkehr und verkennen die Gefahr oft, die Rauschzeit der Wildschweine fällt in den Spätherbst und das Abwandern der Jungfüchse und einjährigen Dachsrüden mit gleichzeitiger Reviersuche setzt ein.
Zu dieser erhöhten Aktivität kommt im Herbst noch schlechte Sicht und oftmals überhöhte Geschwindigkeit der Autofahrer hinzu und dies kostet jedes Jahr tausenden Wildtieren das Leben.
Laut Statistik kommen jedes Jahr jährlich ca 230.000 Paarhufer (zB. Rehe und Wildschweine) ums Leben. Die vielen überfahrenen Igel, Hasen, Wildkaninchen, Dachse, Füchse, Vögel und Amphibien werden garnicht erfasst. Aber gerade diese kleineren Tierarten machen den Großteil der Verkehrsopfer aus.
Bei Rehen ist das Problem ihr unvorhersagbares Verhalten, sie springen zunächst oft weg und dann aber wieder zurück o. bleiben sogar erstmal stehen um sich das schnell bewegende Objekt genauer anzuschauen bevor die energiezehrende Flucht gestartet wird, bei unerfahrenen Jungfüchsen der Fokus auf die davon huschende Maus (Jahre mit hohem Mausvorkommen gehen auch immer mit einer hohen Zahl an überfahrenen Füchsen einher), bei Igeln das Kurze Zögern, um die Situation einzuschätzen bevor sie versuchen vor der Gefahr zu flüchten versuchen und bei Wildschweinen das Rottenleben (meist überquert eine ganze Rotte die Strasse, immer auf Nachzügler achten!!).

Also bitte liebe Autofahrer, beherzigt folgende Tipps:
- zwischen 18:00 - 6:00 Uhr ist Hauptwildwechselzeit, 70% aller Wildunfälle passieren in dieser Zeit
- besonders während der Dämmerung achtsam sein und nach starkem Regen
- Hauptgefährdungsbereiche sind im Wald und Übergangsbereich zwischen Wald und Feld
- bitte Geschwindigkeit anpassen, auf Warnhinweise achten
- immer mit Nachzügler rechnen
- bei Sichtkontakt Fernlicht ausmachen (falls es möglich ist kurz das Ablendlicht ausschalten und hupen)
- genug Abstand zum Vorausfahrenden halten
- bei einem verletzten Tier bitte nicht einfach weiterfahren, - ganz wichtig immer auf Eigenschutz achten, die eventuelle Unfallstelle absichern, auf Abstand bleiben u. die Polizei informieren, bei kleinen Tierarten (Igel, Eichhörnchen, Vogel usw), die durch einen Autounfall verletzt wurden bitte dieses in die nächste Tierarztpraxis bringen und eine Wildtierauffangstation informieren


Igelhilfe - aber bitte richtig!

Momentan ist wieder "Igelzeit".

Vielernorts sind jetzt Igelmütter mit Nachwuchs unterwegs auf der Suche nach Nahrung. Insbesondere für die Jungen bedeutet dies möglichst viel zu futtern denn bald wird es kalt und sie müssen gut über den Winter kommen. Auch viele Jungigel sind jetzt manchmal sogar tagsüber auf Nahrungssuche, ist es für sie ja  besonders dringlich auf ein ausreichendes Winterschlafgewicht zu kommen.Mit Wasser und Zufüttern (Katzenfutter) kann man den stachligen Gesellen etwas helfen um noch rechtzeitig auf das nötige Gewicht zukommen.

Ab Oktober gilt - die ganz Kleinen, mit 100 - 200 gr. benötigen dann doch menschliche Hilfe, denn bis zum Wintereinbruch noch auf die erforderlichen 600 gr. zu kommen ist für sie meist unmöglich - das Nahrungsangebot wird stetig knapper und die zunehmende Kälte nachts braucht die mühsam angefutterten Energiereserven auf um die Körpertemperatur zu halten. So haben die Kleinen kaum eine Chance zuzunehmen.

Wie richtige Igelhilfe aussieht und ab wann überhaupt Hilfe notwendig ist können Sie << hier << nachlesen. 


Laub bedeutet Leben

Es ist Herbst geworden und immer mehr Laub fällt von den Bäumen. Das die bunt gefärbten Blätter mehr sind als nur ein "Abfall" Produkt ist vielen Grundstückseigentümern nicht bewußt. Im Laub tummelt sich das Leben, kleine und größere Lebewesen suchen dort Schutz vor dem Winter, andere ernähren sich von den Blättern und auch von den Tierchen die sich im Laub verstecken.

 

Aus diesem Grund bitten wir darum, das Laub zu Haufen zusammenzurechen und möglichst auf den Einsatz von Laubsaugern zu verzichten, da dies für viele Kleinstlebewesen den Tod bedeutet.

 

Mehr Informationen und Tipps, wie man als Gärtner vom Laub profitieren kann

findet ihr << hier >>


Fassadenrenovierung - bitte auf Fledermäuse achten!

Das ist Bob - ein Rauhautfledermausmännchen.

Er hatte den kürzesten Weg von allen Pfleglingen, denn er wurde hier am Haus gerettet, dies im Zuge beginnender Renovierungsmaßnahmen an der Fassade.

 Wir untersuchten vor Beginn der Arbeiten jede kleine Spalte am Haus, wobei wir ihn entdeckten. Unsere hier ansässige Zwergfledermauskolonie war bereits in die Winterquartiere abgewandert. Die bestehenden Quartiere bleiben natürlich bestehen und zusätzlich werden von uns noch neue angebracht.

Bob´s Geschichte zeigt, wie wichtig es ist bei Fassaden-/Gebäudesanierungen vorher genau zu schauen ob Tiere bzw Fledermäuse im Haus leben. Fledermäuse leben meist unentdeckt in Spalten , unter Holzverkleidungen, Hohlwänden, Dachfirsten und Rolladenkästen, ihnen reicht oftmals 1 fingerbreiter Spalt , auch Vögel wie Mauersegler, Rotschwanz oder Schwalbe nutzen die menschlichen Behausungen als Wohnung.
Viele Quartiere werden meist übersehen und durch solche Modernisierungsmaßnahmen gehen nicht nur eine Vielzahl von Nist-, Brut und Schlafplätze verloren, im schlimmsten Fall bleibt eine Kolonie unentdeckt und wird lebendig eingebaut.
Hierbei gilt zu beachten, dass alle gebäudebewohnenden Vogel- und Fledermausarten nach § 44,1, BNatschG unter besonderem Schutz stehen und auch ihre Quartiere nicht zerstört werden dürfen, sondern müssen erhalten bzw. ersetzt werden. Nähere Auskünfte dazu erhält man bei den Naturschutzbehörden, beim NABU und bei den Fledermausgruppen/-schützer.
In manchen Bundesländern gibt es richtige Sachverständige, die in einem solchen Fall zu Rate gezogen werden können, meist wird dies aber von ehrenamtlich tätigen Fledermausschützern übernommen, sie kommen dann vorbei und schauen genau welche Art lebt dort, handelt es sich um ein Sommer-, Winter- oder sogar ein Ganzjahresquartier und beraten den Hausbesitzer bei der Umsetzung der Quartiererhaltung im Rahmen der Baumaßnahmen.
Es gibt inzwischen viele leicht realisierbare Möglichkeiten zur Quartiererhaltung und – Schaffung, beim NABU und BUND kann man sich sogar Bauanleitungen für Giebel – und Spaltenquartiere am Dach herunterladen. Es gibt Nisthilfen aus Holz und aus Holz-, Faser- oder Porenbeton, die entweder von außen kaum sichtbar in die Dämmung integriert werden können oder einfach auf die Wand/unter dem Dach angebracht werden können.
Sollten auch bei euch Bauarbeiten am Haus stattfinden kontaktiert bitte vorher einen Fachmann, damit keine Tiere sterben müssen oder ihre Wohnungen zerstört werden. Und auch wenn euer Haus bis dato keine gefiederten oder bepelzten Freunde beherbergt so könnt ihr dies ändern indem ihr einfach nachträglich Nisthilfen anbringt.


Usutu Virus

Derzeit grassiert wieder das USUTU Virus. Schon 2011 starben hunderttausende Amseln an diesem, von Stechmücken übertragenen Virus, das ursprünglich aus Swasiland stammte. Für Menschen ungefährlich befällt das Virus allerdings auch andere Vogelarten, wie Spatzen oder Meisen. Um mehr über die Verbreitung zu erfahren ruft der NABU jetzt zum Mitmachen auf. Die Bevölkerung wird gebeten, tote Tiere zu melden und, wenn möglich, diese Tiere ans Bernhard Nocht Institut zuschicken. Mehr Informationen erhalten Sie << hier >> und den Meldebogen finden Sie << hier >>


Siebenschläferzeit

Momentan ist wieder die Zeit der Kobolde der Nacht. Im August erwarten Siebenschläfer ihren Nachwuchs. Die Gartenschläfer- und Haselmauskinder sind bereits aus dem Gröbsten raus, diese beiden Bilcharten gebären immer etwas zeitiger als ihren größeren Verwandten. Bei einem Nestfund bitte das Muttertier nicht stören, sonst riskiert man die Nestaufgabe und die Jungtiere müssen dann verhungern. Siebenschläfer sind lt. BNatSchG besonders geschützt, gemäß § 39 ist es verboten sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Da sie immer wieder auch die Nähe zu menschlichen Behausungen suchen sind natürlich Konflikte vorprogrammiert - in solchen Fälle sind die Naturschutzbehörden und auch wir Ansprechpartner. Bei unseren Handaufzuchten berücksichtigen wir natürlich bei den späteren Auswilderungen diese Problematik und so werden unsere Pfleglinge nur in für sie geeignete Habitate entlassen, die fernab von Ortschaften liegen. Im Falle von verletzten oder definitiv verwaisten Jungtieren bitte schnellstmöglich eine Wildtierauffangstation kontaktieren und die Kleinen bis zur Übergabe warm halten. Bitte nicht eigenmächtig etwas füttern oder den ausgekühlten Tieren versuchen Flüssigkeiten einzuflößen - das kann fatale Folgen haben. Wer sich für das Leben der größten heimischen Bilche interessiert und mal einen Blick in so einen Nistkasten werfen möchte der kann <<hier<< immer mal live über eine Webcam reinschauen. Viel Spaß!


Wichtiger Hinweis!

Da wir zur Zeit vermehrt Anrufe mit dieser Problematik erhalten - hier also nochmal mein Hinweis bzw meine Bitte: sollte euch auf einem Spaziergang ein Eichhörnchenkind hinterher laufen - bitte geht nicht achtlos vorbei! Diese Kleinen tun dies aus purer Verzweiflung, weil sie extrem Hunger leiden u. der Kontakt zur Mutter abgebrochen ist, warum auch immer. Diese Tiere haben KEINE!! Tollwut o. andere Erkrankungen! Sie brauchen dringend Hilfe. Nehmt es dann bitte auf (sie beißen dann auch nicht) und bringt es zu uns oder anderen kompetenten Wildtierpflegern! DANKE

Eichhörnchennachwuchs - Baumfällopfer

Bitte Vorsicht bei Baumfällarbeiten!

Dieser kleine Eichkatzbub ist eines von vielen jährlichen Baumfällopfer. Nicht immer schafft die Mutter es den Nachwuchs rechtzeitig in Sicherheit zu bringen oder holt die Jungen nach dem Fällen ab. Bitte vergewissert euch vor dem Fällen eines Baumes, ob ein Kobel, Nest oder auch eine Baumhöhle (überwinternde Fledermäuse) vorhanden ist. Wenn ja - bitte diese Baum stehen lassen. Sollten in eurer Umgebung noch frisch gefällte Bäume liegen dann schaut mal nach ob nicht irgendwo doch ein Kobel runtergefallen ist - das kann u.U. Leben retten. Solltet ihr fündig werden bitte unbedingt schnellstmöglich die nächste Wildtierstation oder Pflegestelle kontaktieren, denn diese Kleinen brauchen dringen professionelle Hilfe. Bis zur Übergabe das Tier vorsichtig aufwärmen und auf keinen Fall im unterkühlten Zustand Trinken geben.


Feldhasennachwuchs

Ein wichtiger Hinweis:

Jedes Jahr im Februar kommt bei den Feldhasen der Nachwuchs zur Welt.

Auch dieses Jahr sind bereits die ersten kleinen Feldhasen geboren.

Feldhasenkinder werden leider oft unnötigerweise von Findern aufgegriffen und für vermeintlich verlassen gehalten, denn Feldhasenmütter betreiben keine Nestpflege. Die kleinen Feldhasen sind, wie für Nestflüchter typisch, vollständig fertig –  die Augen sind auf, sie haben Fell u. die Milchzähnchen sind bereits vorhanden. Schon nach 1 Woche beginnen sie damit feste Nahrung zu sich zu nehmen. Feldhasen gebären in sogenannten Sassen (Erdmulden) sie legen im Gegensatz zum Wildkaninchen keinen Bau an.

Wichtig ist zu wissen, dass das tagsüber alleine Verharren in der Sasse (Mulde)vollkommen normal bei Feldhasenkindern (Platzhocker) ist, da die Mutter meist nur nachts zum Säugen vorbei kommt.  Auch das ein Jungtier allein ohne seine Geschwister in einer Mulde sitzt ist vollkommen normal – denn oftmals trennen sich die Kleinen wenige Tage  nach der Geburt und verteilen sich auf mehrere Mulden, um so die Überlebenschancen zu erhöhen sollte eine Räuber eine Sasse finden.

Diese Jungtiere bitte unbedingt sitzen lassen!

Welche Feldhasenkinder Hilfe brauchen erfahrt ihr << hier <<

In diesen Notfällen bitte umgehend Kontakt zu einer Wildtierstation aufnehmen! Zum einen müssen die rechtl. Vorschriften eingehalten werden und zum anderen gehört die Aufzucht von Feldhasen nur Expertenhände, kleinste Fehler bedeuten sonst den Tod des Tieres.

 


Vorträge in Schulen

Im Rahmen unseres Umweltpädagogik Programms halte ich immer wieder auch Vorträge in Schulen. Zusammen mit  "Kobi" - unserem Koboldhofmaskottchen - und vielen Bildern unserer Pfleglinge kann man so den Kindern viel Interessantes über Wildtiere zeigen und erklären. Solche Vorträge machen großen Spaß weil die Kinder mit viel Begeisterung und Wissendurst dabei sind und immer tolle Fragen stellen.


Danke an die Klasse 9 der Ernst Göbel Schule

Am Montag konnte ich in der Ernst Göbel Schule in Höchst Futterspender für Eichhörnchen abholen. Die Jungs aus der Klasse 9 haben zusammen mit Frau Müller im Werkunterricht ganz tolle Futterspender gebaut und diese sogar gleich mit Nüsse befüllt.
Ein herzliches Danke an euch - ich war wirklich beeindruckt von eurem handwerklichen Geschick - an alles habt ihr gedacht - einen leichten Deckel, abgeschliffene Plexischeibe die oben nicht abschließt damit kein Guillotineneffekt entsteht, kein Holzschutzmittel benutzt und sogar Belüftungsöffnungen im Boden - das habt ihr klasse gemacht !


Wir sind Preisträger des Deutschen Tierschutzpreises!

WIR FREUEN UNS SEHR!
Einige von euch haben es ja bereits mitbekommen – Mittwochabend wurde der Deutsche Tierschutzpreis in Leipzig verliehen und auch wir gehörten zu den Preisträgern!
Sowohl die Nominierung (vielen Dank an Fr. Steuck, die uns vorschlug!) als auch die Preisvergabe waren für uns eine große Überraschung. Besonders gefreut hat mich, dass mit dem Igelzentrum Leipzig noch ein weiterer Verein vertreten war, der sich dem Schutz von Wildtieren verschrieben hat.
Das ist eine ganz tolle Sache und zeigt, dass die Bedeutung und Wichtigkeit der Wildtierhilfe erkannt wird und zunehmend Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit gewinnt.
Weitere Ehrungen erhielten Hr. Eßkuchen, der sich besonders für „Listenhunde“ einsetzt, Fr. Möbius mit ihrem beeindruckenden Lebenswerk und die Tierheime, die bei schlimmen „Animal Hoarding Fällen“ Hilfe leisteten - neben diesen tollen und engagierten Preisträgern stehen zu dürfen hat mich sehr berührt.
Wir (meine Familie und ich) führen ja nur eine kleine Auffangstation, pflegen keine tausend Tiere im Jahr und wir können auch keine großen Hoffeste oder Veranstaltungen bieten, da wir „nebenbei“ noch berufstätig sind und jede freie Minute unseren Pfleglingen widmen - unsere zeitlichen Möglichkeiten sind somit auch sehr begrenzt. Aber das was wir im Rahmen unserer Möglichkeiten leisten, das tun wir mit großer Liebe und ganzem Herzen und deshalb freuen wir uns wirklich sehr über diesen Preis, sehen ihn als Anerkennung unserer Arbeit und Bestärkung, genauso weiter zu machen.


Fledermaus Hilfe

Aus aktuellem Anlass hier noch mal unsere Bitte:
Solltet ihr jetzt eine Fledermaus finden,
• die tagsüber an der Hauswand hängt,
• auf dem Boden liegt oder
• verletzt ist
dann nehmt das Tier vorsichtig mit Handschuhen! (oder einem Handtuch) auf und bringt es zunächst einmal in einen kleinen Karton unter. Beim Bergen bitte das Tier vollständig umfassen damit es nicht aus Angst mit den Flügel schlägt und sich verletzt. Diesen am besten mit Küchenrollenpapier und Stoff (darf nicht fasern!!) auslegen und samt Fledermaus an einen dunklen Ort bringen. Desweiteren ist es für die Fledermaus überlebenswichtig eine hohe Luftfeuchtigkeit zu haben, sonst trocknen die Flügel und Ohren aus. Entweder stellt dazu eine Wasserschale außerhalb des Fledermausbehältnisses auf (damit sie nicht ertrinkt) oder sprüht mit einem Wassersprüher ein Handtuch feucht und hängt dies über das Behältnis in dem die Fledermaus untergebracht ist. Auf jeden Fall muss man darauf achten, dass der Karton gut schließt, jedoch eine ausreichende Luftzufuhr hat. Und dann bitte sofort eine Wildtierpflegestation kontaktieren oder über den bundesweiten Fledermausnotruf einen Pfleger suchen. In jeder größeren Stadt gibt es Fledermauspfleger , auch die Naturschutzbehörden o. die NABU Ortsgruppen haben meist Adressen.
Mehr zu den Erste Hilfe Maßnahme bei einer gefundenen Flaus könnt ihr hier nachlesen: http://www.wildtierhilfe-odenwald.de/erste-hilfe-maßnahmen/fledermäuse/
Dieser bisher viel zu milde Winter ist für alle winterschlafenden Tiere eine enorme Belastung. Das sich bei Tieren in der Hibernation (Winterschlaf) immer mal wieder die langen Ruhephasen mit einem kurzen Erwachen abwechseln ist vollkommen normal – dauerhaft zu milde Temperaturen o. Schwankungen hindern das Tier allerdings daran wieder in einen richtigen Winterschlaf zurück zu fallen (es wird nur ein kräftezehrender Dämmerzustand erreicht) und die energieraubenden Wachphasen häufen sich. Beides belastet den Stoffwechsel , wirkt kräftezehrend und läßt die wenn überhaupt noch vorhandenen Fettreserven (braune Fettgewebe zwischen den Schulterblättern)schnell schwinden. Bei jedem Aufwachen leistet der Organismus enorme Arbeit – die Körpertemperatur wird erhöht durch Steigerung der Atemtätigkeit, Zunahme der Muskeltätigkeit und Beschleunigung des Blutstroms, die Herzschlagfrequenz wird gesteigert, Hormone (Adrenalin) werden ausgeschüttet, der Blutzuckerspiegel steigt usw.
Manche Tiere, die jetzt wach werden machen sich dann meist bereits sehr geschwächt vergeblich auf die Suche nach Futter u. Trinken und bleiben dann entkräftet irgendwo hängen bzw liegen. Besonderes gefährlich ist dann der Flüssigkeitsmangel u. die Gefahr der Dehydrierung ist sehr groß.
Die oben beschriebene Problematik mit dem diesjährig zu milden Winter gilt übrigens auch für Igel !
Bitte achtet auf hilfebedürftige Fledermäuse (und Igel)!


Training im Flugraum

Unser eigens für die Fledermauspfleglinge hergerichtete Flugraum erfreut sich nachts großer Beliebtheit. Die Pfleglinge müssen ach dem Aufpäppeln ihre Flugfähigkeit trainieren, damit die Auswilderung dann auch erfolgreich ist. Weiterhin werden Starts und Landungen geübt. Zu diesem Zweck hängen an den Wänden Schilfmatten u. kleine Zweige an denen die Tiere jederzeit leicht landen und sich einhängen können.